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Phoenixhalle I

Licht und Glas
Das zentrale Gebäude im Phoenixhof stellt die 1902 erbaute große Halle dar, die als Konstruktionshalle der Ottensener Maschinenfabrik, einem Zulieferbetrieb der Hafenwirtschaft, errichtet wurde. Dabei wurde vor allem auf die funktionalen Aspekte geachtet, die einen hohen dreischiffigen Aufbau verlangten. Die historisierende Fassade wurde zu repräsentativen Zwecken vorgeblendet, spricht aber in ihrer Form eindeutig die Sprache der Zeit der "industriellen Kathedralen", so dass sie als charakteristisch für die damalige Industrie-
architektur gelten kann.

Diese grundsätzliche Beobachtung bildete den Mittelpunkt der Überlegungen für die Neu-
gestaltung, die sich so von Anfang an als Verbindung zwischen Tradition, der Erhaltung eines bestimmten Zeitgeistes, und der bewussten Einführung moderner Elemente verstand.

Die Fassade wurde in ihrem dreischiffigen Aufbau mit dem hohen Giebeldach des Mittel-
schiffes bewahrt und um eine moderne durch große Fenster gekennzeichnete Portalanlage, die direkt in die hohe glasüberdachte Passage überleitet, ergänzt. Die Seitenschiffe nehmen in drei Ebenen Laden- und Büroflächen auf, wobei die beiden Obergeschosse über seitliche Galerien vom zentralen Aufzug und Treppen-
haus erschlossen werden. Dabei ist im Erd-
geschoss eine vollständige Offenheit zur Wandelhalle durch Glasfronten gegeben, während in den beiden Obergeschossen sich Durchfensterung mit halbdurchsichtigen und geschlossenen, farbig gefaßten Flächen abwechselt.

Zentrales Verbindungsglied jedoch bleibt die offene Passage im Mittelschiff, die sich als große Halle über alle Etagen erstreckt. Hier treten die Verbindungen zwischen Tradition und Moderne subtil eingesetzt in den Vorder-
grund. Nicht nur die Kranbrücke, die als Dekorationsdetail belassen wurde, sondern der gesamte Charakter, der zwischen Industriebau — der rohe Industrieboden sowie der formale Aufbau — und modernem Ambiente — Verwen-
dung von Stahl und Glas als Materialien — schwingt, bestimmen die Atmosphäre des Baus.

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Rechtzeitig mit der Eröffnung der
Phoenixhalle I findet das Gebäude
seine öffentliche Belobigung durch
die Auszeichnung zum "Bauwerk
des Jahres 1997 in Hamburg"
durch den Architekten- und
Ingeniuerverein Hamburg e.V.