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Phoenixhalle II

Transparenz und Durchdringung
Die Phoenixhalle II besteht aus zwei individu-
ellen Baukörpern — dem Südschiff zum einen sowie dem verbundenen Mittel- und Nordschiff zum anderen. Beide Körper wurden in einer der ersten in Stahlskelettbauweise ausge-
führten Produktionshallen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts integriert.

Das Südschiff wurde in der Tradition des Hamburger Klinkerbaus ergänzt und mit Verwendung von Glas und Beton als den neuen Baumaterialien den Bedürfnissen der heutigen Zeit angepasst. Die alte Struktur wurde erhal-
ten und teilweise durch Verglasungen, die Blicke auf die ursprünglichen Träger und Pfeiler erlaubt, weiter thematisiert. Anderer-
seits wurden aber auch Elemente aus dem Bestand in die neue Konstruktion integriert, so dass ein vielfältiges Geflecht von Bezügen zwischen alter und neuer Architektur entsteht.

Mittel- und Nordschiff der Industriehalle wurden durch die Reduktion auf die wesentlichen konstruktiven Elemente der ursprünglichen Struktur umgestaltet. Das vollständige Skelett der Pfeiler und Träger sowie die Dachkonstruktion wurden erhalten und fungieren als äußere Hülle für einen autonomen Baukörper. Die alte Struktur und Größe werden das Maß für das innen liegende fast vollständig verglaste Haus im Haus. Das alte Pfeiler- und Stützenwerk wurde nicht in die neuen Baukörper integriert, sondern bewusst als Kulisse — die jedoch Wetter abweisende Funktion für das Haus im Haus hat — neben oder in der neuen Struktur gezeigt, so dass es zu Durchstoßungen und Überdeckungen kommt, Berührungen und Überschneidungen jedoch vermieden werden. Die Pfeiler werden auf Grund der Transparenz des neuen Gebäu-
des überall sichtbar bleiben und die Tradition des Ortes thematisieren, während der Neubau eine Inszenierung der gegenwärtigen Bedürf-
nisse darstellt. Es findet eine vollständige Durchdringung der alten und neuen Strukturen statt, die jedoch jeweils ihre Autonomie behalten und sich nicht überschneiden. Städtebaulich wurde im Ensemble des Phoenixhofes so ein Solitär geschaffen, der durch seine Beziehungen und Verweise auf die anderen Gebäude neue Akzente setzt, neue Blicke erlaubt und sich doch in die Gesamtheit integriert.

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