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Räucherei

Tradition und Moderne in der Zeit
Die alte Räucherei im Ensemble des Phoenix-
hofes stellt in vorbildlicher Weise die Verbin-
dung einer sehr vorsichtigen Wiederherstellung in traditioneller Form mit heutigen Elementen und Ansprüchen in den Mittelpunkt. Als flankierendes Gebäude schließt die Räucherei den Platz zu einer Einheit zusammen, bezieht sich auf die anderen Gebäude und präsentiert sich doch als ein aussagekräftiger Solitär.

Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts, als die im Gebäude ansässige Fischräucherei Andreas Lill ihre Blütezeit erlebte, zog sich der Komplex über eine Länge von fast 100 m hin. In regelmäßigen Abständen wurde das Gebäude von großen Schornsteinen gegliedert, die für ein Funktionieren des Räucherns Voraussetzung waren. In den siebziger Jahren wurde durch Abriss und Umbau die heutige Größe vorgegeben.

Diese Situation stellte eine Herausforderung an die Umgestaltung dar. Einerseits sollte die ursprünglich vorhandene regelmäßige Gliederung in verkleinerter Form sichtbar gemacht werden, andererseits musste ein aussagekräftiges Gebäude entstehen, das heutigen Ansprüchen genügt und den Hof, den es begrenzt, integriert. Diese Konzentration mehrerer Gedanken in einem zentralen Gebäude, das sich im Spannungsfeld verschiedener Kräfte befindet, wurde exemplarisch in der Gestaltung der Gauben sichtbar gemacht. Die eine steht unverändert als direkter Verweis auf die Vergangenheit, während die andere das Material der Gegenwart als Umkleidung trägt.

Gegensätze werden thematisiert und in einen engen Zusammenhang gestellt. Dadurch treten Luxus und Entspannung als Gestaltungs-
prinzipien in den Vordergrund, ohne die traditionellen Aufgaben des Gebäudes zu verleugnen. Es entsteht ein Raum, der anregt, Bezüge herstellt, zur Auseinandersetzung und zum Verweilen auffordert.

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